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24.06.2021 / Klaus Vogl

Legal foundations, liability, and standards for fall protection in industry

For industrial operations, there is no way round fall protection systems, because a good safety concept is mandatory today.

cta hanbuch absturzsicherung

Was ist das STOP-Prinzip und welche Rolle spielt es für die Absturzsicherung?

Das STOP-Prinzip ist die Einhaltung der richtigen Reihenfolge aller Arbeitsschutzmaßnahmen, die für eine sach- und fachgerechte Absturzsicherung sorgen. STOP ist das Anagramm aus Substitution Technischen, Organisatorischen und Persönlichen Arbeitsschutzmaßnahmen. 

 

Um Sicherheitsrisiken systematisch zu vermeiden, spielt die Reihenfolge der Maßnahmen eine entscheidende Rolle. Nehmen wir als Beispiel eine Industriehalle mit großen, gefährlichen Maschinen, die jeder mit einer persönlichen Schutzausrüstung wie einer Schutzbrille betreten dürfte. Dabei blieben die Zutrittsbeschränkungen, also eine wichtige organisatorische Arbeitsschutzmaßnahme, unbeachtet und die Halle wäre als nicht sicher anzusehen. Da jeder Betrieb individuelle Anforderungen hat, erarbeiten geschulte Fachexperten auch passende Sonderlösungen mit ihren Kunden, sodass die erforderlichen Sicherheitsstandards zu jedem Zeitpunkt erfüllt sind. 

 

 

Welche Sicherheitsmaßnahmen umfasst die Absturzsicherung?

Echte Absturzsicherung in Industriebetrieben erfordert ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, denn Scheinsicherheit ist gefährlich für die vor Ort arbeitenden Mitarbeiter, aber auch für die Verantwortlichen und die Firma selbst. Neben der Begutachtung und Planung sind folgende Sicherheitsmaßnahmen daher erforderlich:

 

1. Substitution 

Substitution bezeichnet das Ersetzen von Gefahrenquellen, d.h. diese werden entweder gänzlich beseitigt oder soweit „entschärft“, dass keine Gefährdung von Personen oder Sachgegenständen mehr vorliegt. Beispielsweise werden ätzende oder giftige Reinigungsmittel durch neutrale ersetzt.

 

2. Technische Arbeitsschutzmaßnahmen

Um eine sach- und fachgerechte Absturzsicherung montieren zu können, ist die Verwendung qualitativ hochwertiger und vor allem geprüfter Produkte wie Anschlageinrichtungen und Befestigungsmittel unumgänglich. Außerdem erhöhen technische Arbeitsschutzmaßnahmen zum Individual- und Kollektivschutz die Sicherheit vor Ort:

  • Anschlagpunkte: ermöglichen das Absichern eines eingeschränkten Umfelds bzw. einer bestimmten Arbeitsumgebung
  • Seils- und Schienensysteme: Systeme mit einem beweglichen Anschlagpunkt, die sichere Bewegungsmöglichkeiten entlang des Seil- und Schienenverlaufs ermöglichen
  • Kapselungen: Maschinenabdeckungen, z.B. Schutzhüllen für Bohr- und Drehmaschinen, sorgen dafür, dass niemand in die Maschine hineinfassen kann.
  • Gerüste: mobile oder fest installierte Gerüste sind stabiler und sicherer als Leitern, um daran hochzuklettern.
  • Absperrungen: mit Absperrungen wird präventiv vermieden, dass Mitarbeiter, aber auch die Industriekletterer selbst zu bestimmten Gefahrenquellen hinkommen.
  • Geländer: besonders auf großen Anlagen, wie etwa eine lange Papiermaschine, verhindern Geländer das Vordringen zu gefährlichen Absturzkanten oder etwaigen Gefahrenquellen.

 

3. Organisatorische Arbeitsschutzmaßnahmen

In weiterer Folge müssen organisatorische Arbeitsschutzmaßnahmen eingehalten werden, um echte Absturzsicherung auf Industriegeländen und in Industriehallen zu gewährleisten:

  • Zutrittsbeschränkungen: indem der Personenkreis mit Zutritt zu einer Anlage oder Vorrichtung reduziert wird, beispielsweise mithilfe eines Chipkarten-Systems, ist auch die Unfallgefahr geringer.
  • Schichtregelungen: auch mithilfe von festen Regeln, wie viele Personen vor Ort sein dürfen, wird für höhere Sicherheit gesorgt.
  • Unterweisungen: Mitarbeiter, die an einer Maschine oder Anlage mit Absturzsicherung arbeiten, brauchen eine spezielle Einweisung, z.B. an welchen Stellen worauf zu achten ist und welche Gefahren bestehen.

4. Persönliche Arbeitsschutzmaßnahmen

Die persönlichen Arbeitsschutzmaßnahmen richten sich an diejenigen, die tatsächlich an der Gefahrenquelle tätig sind. Diese Schutzausrüstung ist individuell angepasst und darf i.d.R. nicht geteilt werden, z.B.

  • Sicherheitsschuhe
  • Handschuhe
  • Helme
  • PSAgA Gurte

 

Wer haftet im Falle eines Absturzunfalls?

Kommt es trotz Sicherheitsvorkehrungen zu einem Absturzunfall, etwa weil ein Industriekletterer bei seiner Tätigkeit abrutscht, ist eine Unfallmeldung bei der AUVA zu machen. Diese hat innerhalb von 5 Tagen bzw. innerhalb von 3 Tagen bei tödlichem Ausgang zu erfolgen. Ein Gutachter wird die Unfallstelle und die Absturzsicherung begutachten, um fahrlässiges Verhalten auszuschließen. Grundlage dieser Begutachtung ist das Montage-Dokument sowie die jährlich zu erstellenden Prüfprotokolle. Sind diese nicht vorhanden oder nicht sorgfältig geführt, besteht die Gefahr bereits für diesen Verstoß zur Verantwortung gezogen zu werden. Darüber hinaus muss geprüft werden, ob die Absturzsicherung sach- und fachgerecht geplant und montiert wurde. Werden bei der Untergrundprüfung, Planung, Montage, Dokumentation, PSA oder den Rettungsmaßnahmen Fehler nachgewiesen, bleibt zu entscheiden, wer die Haftung trägt. Ob der Geschäftsführer des betroffenen Industriebetriebs, die Sicherheitsfachkraft oder die Montagefirma für den Absturzunfall haftbar gemacht wird, entscheidet dann im Regelfall ein Gericht.

 

 

Fazit: Absturzsicherung ist gesetzlich verankert

Es ist durchaus sinnvoll, Absturzsicherung als ein ganzheitliches Sicherheitskonzept zu sehen. Einerseits müssen Industriebetriebe die Rechtsgrundlagen mit all ihren Gesetzen und Normen beachten, andererseits schützen sie sich dadurch vor dem Vorwurf der Fahrlässigkeit im Falle eines Absturzunfalls. Echte Absturzsicherheit basiert auf einer Summe von Sicherheitsmaßnahmen, die systematisch nach dem STOP-Prinzip konzipiert sein müssen. Eine ausgebildete Sicherheitsfachkraft und eine erfahrene Montagefirma mit regelmäßig geprüften Experten sind die beste Voraussetzung für optimal abgesicherte Industriehallen und -geländer.

 

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Over Innotech

INNOTECH Arbeitsschutz GmbH is in 2001 opgericht als familiebedrijf met hoofdvestiging in Kirchham, ca. 60 km ten zuiden van Linz, Oostenrijk. De onderneming heeft zich van begin af aan gericht op internationale normen op het gebied van industriële veiligheid en heeft zich ten doel gesteld, de doorontwikkeling van innovatieve producten voor verschillende markten door te zetten. INNOTECH is als een van de grootste fabrikanten in Europa, gespecialiseerd in de productie van verankeringsvoorzieningen.

Op het gebied van industriële veiligheid wordt INNOTECH gezien als medegrondlegger van de planningsdocumentatie bij ÖNORM en is medeoprichter van de internationale werkgroep D.A.CH.S. Deze werkgroep bestaat uit specialisten uit Duitsland, Oostenrijk, Zwitserland en Zuid-Tirol die zich ten doel hebben gesteld om voor meerdere landen vergelijkbare voorschriften voor industriële veiligheid op te stellen.

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